Die Natural-Order-Hypothese: Warum die Grammatikreihenfolge nicht der Lernreihenfolge entspricht

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Natural Order Hypothese Sprachen

Sprachlernende und Lehrkräfte nehmen oft an, dass Grammatik vom „Einfachen" zum „Komplexen" gelehrt werden sollte. Doch Jahrzehnte der Forschung legen nahe, dass Lernende grammatische Strukturen in einer festen Reihenfolge erwerben, die keiner Lehrbuchabfolge entspricht.

Diese Erkenntnis ist der Kern von Stephen Krashens Hypothese der natürlichen Reihenfolge, einer der fünf Hypothesen seiner Theorie des Zweitspracherwerbs.

Was die Hypothese der natürlichen Reihenfolge behauptet

Krashen formalisierte die Hypothese in Principles and Practice in Second Language Acquisition (1982, Pergamon Press). Sie besagt, dass Lernende grammatische Strukturen einer Zweitsprache in einer vorhersehbaren Reihenfolge erwerben, die weitgehend unabhängig von der Unterrichtsreihenfolge ist.

Die Belege: Morphemstudien

Roger Brown (1973, A First Language: The Early Stages, Harvard University Press) verfolgte den Erwerb von 14 grammatischen Morphemen bei Kindern, die Englisch als Erstsprache lernten, und fand eine konsistente Erwerbsreihenfolge.

Dulay and Burt (1974, “Natural sequences in child second language acquisition,” Language Learning) fanden, dass Kinder mit spanischem und chinesischem Sprachhintergrund englische Morpheme in einer bemerkenswert ähnlichen Reihenfolge erwarben.

Bailey, Madden, and Krashen (1974, “Is there a ’natural sequence’ in adult second language learning?” Language Learning) erweiterten diese Befunde auf erwachsene Lernende.

Krashen schlug eine allgemeine Erwerbsreihenfolge für englische Morpheme vor:

Früh erworben:

  • Progressiv -ing (I am reading)
  • Plural -s (two books)
  • Kopula “be” (She is tall)

In der Mitte erworben:

  • Hilfsverb “be” (He is running)
  • Artikel a, the
  • Unregelmäßige Vergangenheit (went, saw, came)

Spät erworben:

  • Regelmäßige Vergangenheit -ed (walked, talked)
  • Dritte Person Singular -s (she walks)
  • Possessiv -s (Maria’s book)

Beachten Sie etwas Kontraintuitives: Die regelmäßige Vergangenheit -ed wird nach der unregelmäßigen Vergangenheit erworben. Eine Regel zu kennen und eine Struktur erworben zu haben, sind grundverschiedene Dinge.

Warum die Grammatiksequenz nicht der Lernsequenz entspricht

Pienemann (1984, “Psychological constraints on the teachability of languages,” Studies in Second Language Acquisition) schlug vor, dass Unterricht den Erwerb nur fördern kann, wenn der Lernende für die nächste Entwicklungsstufe bereit ist.

Für Selbstlernende: Wenn Sie eine Grammatikregel studiert haben, sie auf dem Papier perfekt verstehen, aber in Gesprächen konsequent nicht anwenden, sind Sie wahrscheinlich noch nicht bereit, diese Struktur zu erwerben. Machen Sie mit sinnvollem Input weiter language learning consistency tips.

Verbindung zum verständlichen Input

Krashen argumentiert in The Input Hypothesis: Issues and Implications (1985, Longman), dass extensives Lesen und Hören der Hauptmechanismus sind, durch den grammatische Strukturen erworben werden learn french through reading.

Kritik und Nuancen

Methodische Bedenken wurden geäußert, unter anderem von Rosansky (1976, “Methods and morphemes in second language acquisition research,” Language Learning). Die Hypothese beschreibt eine allgemeine Reihenfolge, keine strenge Abfolge. Erstspracheffekte wurden identifiziert, scheinen aber die Reihenfolge nur marginal zu modifizieren.

Praktische Erkenntnisse für Sprachlernende

1. Keine Panik bei Grammatikfehlern

Anhaltende Fehler trotz Regelkenntnis sind normal und erwartbar.

2. Priorisieren Sie Input vor Übungen

TortoLinguas lesebasierter Ansatz bietet niveaugerechte Texte, die Lernende grammatischen Strukturen im natürlichen Kontext aussetzen.

3. Vertrauen Sie dem Prozess

Erwerb ist größtenteils unbewusst.

4. Nutzen Sie Grammatikstudium strategisch

Die „Noticing"-Funktion, beschrieben von Schmidt (1990, “The role of consciousness in second language learning,” Applied Linguistics), kann den Erwerb erleichtern.

5. Gestalten Sie Ihr Lernen flexibel

Erzwingen Sie keine Strukturen, die noch nicht bereit sind zu emergieren.

Die natürliche Reihenfolge in anderen Sprachen

Jede Zielsprache hat ihre eigene Entwicklungssequenz. Erwarten Sie, dass manche Grammatikpunkte schnell sitzen, während andere trotz wiederholtem Studium widerstehen serbian for beginners guide.

Auswirkungen auf Selbststudium und Apps

  • Bietet das Programm reichlich verständlichen Input auf meinem Niveau?
  • Ermöglicht es mir, Grammatik im Kontext zu begegnen?
  • Toleriert es Fehler bei noch nicht erworbenen Strukturen?
  • Setzt es mich vielfältigem, sinnvollem Inhalt aus?

Zusammenfassung

Der Grammatikerwerb folgt einem Entwicklungspfad, den Ihr Gehirn in seinem eigenen Tempo beschreitet, hauptsächlich angetrieben durch verständlichen Input. Vertrauen Sie dem Prozess, bleiben Sie regelmäßig und lassen Sie Ihr Gehirn tun, wofür es sich entwickelt hat: Sprache natürlich erwerben language learning consistency tips.

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